Der Tiergarten Schönbrunn meldet auf seiner Homepage: Die Geburt des Pandabuben am 23. August 2010 war eine zoologische Sensation. Doch die Tage des schwarzweißen Fellknäuels im Tiergarten Schönbrunn sind gezählt. In der Nacht vom 6. auf 7. November beginnt Fu Hus Reise nach China. Um ihn darauf vorzubereiten, machen ihn seine Pfleger bereits Schritt für Schritt mit der Transportkiste vertraut. „Wir belohnen ihn mit Karotten oder Süßkartoffeln, wenn er in die riesige Holzkiste geht. Auch Teile der Bambusrationen werden nun regelmäßig in der Kiste angeboten. Ziel ist es, dass er sich darin wohl fühlt”, erklärt Panda-Pflegerin Renate Haider. Im nächsten Schritt des Trainings wird die Kiste zugemacht und samt Panda aufgehoben, um die wackelige Transportsituation zu simulieren. Dieses Training hat sich bereits bei Fu Hus Bruder Fu Long bewährt. „Der Transport von Fu Long war völlig problemlos. Er war während der ganzen Zeit sehr entspannt, hat Bambus gefressen und geschlafen”, erzählt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Ziel von Fu Hus Reise ist die Pandazucht- und Forschungsstation in Bifengxia, wo auch sein Bruder lebt. Die beiden Brüder, die sich natürlich noch nie begegnet sind, werden aber auch in Zukunft separate Anlagen bewohnen. Fu Hu wird mit dem LKW nach Amsterdam gebracht und von dort nach Chengdu fliegen. Die letzten Kilometer wird er zur Pandastation gefahren. Begleitet wird der Pandabär von seiner Pflegerin Renate Haider, Kuratorin Eveline Dungl und Zootierarzt Thomas Voracek. Das Betreuerteam hat stets direkten Zugang zu ihm. Seine Pflegerin wird einige Wochen in China bleiben, um ihm die Eingewöhnung zu erleichtern. Tiergartendirektorin Dagmar Schratter wird ebenfalls nach Bifengxia reisen, um den Panda in einer feierlichen Zeremonie zu übergeben. In den Verträgen mit der Volksrepublik China ist von Anfang an festgehalten, dass Fu Hu den Tiergarten verlassen wird. Mit zwei Jahren und fast 50 Kilogramm ist die Zeit dafür reif. Schratter: „In diesem Alter verlassen die Jungbären auch im Freiland ihre Mütter. Man merkt auch, dass seine Mutter Yang Yang von seiner verspielten Art schon etwas genervt ist.” In China wird Fu Hu nach der Quarantänezeit mit gleichaltrigen Bären zusammen leben und soll später selbst für Nachwuchs sorgen. Quelle: Tiergarten Schönbrunn
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