Schon wieder die Störenfriede!

Die Naturbeobachter und Wanderer in Chinas Südwesten gefährden massiv die lebenswichtigen Korridore der wilden Großen Pandas in der Paarungssaison. Die männlichen und weiblichen Großen Pandas benutzen diese sogenannte “Liebeskorridore”, um den geeigneten Partner für die Paarungssaison zu finden und somit für den Anstieg der Population zu sorgen. Das Naturschutzgebiet Anzihe in der Provinz Sichuan ist ein wichtiger Lebensraum der bedrohten Arten. Doch die wachsende Zahl der Touristen, die diese Gegend trotz der Verbote heimlich aufsuchen, sorgen für große Unruhe und Belastung der wilden Großen Pandas. Das Wachpersonal sieht mittlerweile mehr Menschen, als wilde Große Pandas, die diese wichtigen Gänge mit ihrer Anwesenheit blockieren. Die Verbindung zwischen weltberühmten Wolong Nature Reserve in Wenchuan und Heishuihe Nature Reserve in Dayi bildet eine lebenswichtige Passage in der Paarungszeit für die wilden Großen Pandas. Das Personal gerät immer mehr mit den Wanderern in den Konflikt, manchmal kommt es zu Tätlichkeiten, aber die Menschen sind einfach nicht von ihrer Sturheit abzubringen. Das Gebiet ist komplett unter Aufsicht und betreten des Gebiets ist für die Besucher gesperrt. Außerdem hinterlassen die Gruppen Berge von Müll, sie klettern die gefährlichen Wege und die Abstürze sind dann vorprogrammiert. Das Naturschutzgebiet soll den wilden Großen Pandas und anderen bedrohten Arten vorbehalten bleiben, die Menschen haben dort nichts verloren. Anzihe hat die höchste Panda-Population auf einer Fläche von 99,42 km².

Wir wollen Ruhe haben!

Die installierten Infrarotkameras zeigen Panda-Mama mit dem Nachwuchs beim Spazierengehen oder anderen Aktivitäten. Auch zwei kranke Große Pandas wurden aus dem Gebiet gerettet. Das Gebiet ist enorm für das Überleben der meist bedrohten Spezies wie der Große Panda wichtig. Und die zuständigen Behörden werden alles tun, um diesen Lebensraum zu schützen und sich für die Sicherheit der Großen-Panda-Population einzusetzen.

Quelle: China.org.cn, Fotos: © GPFIN
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